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ALDEKERKER TRECKERFREUNDE e.V.

13.05.2012 von Bianca Mokwa - Rheinische Post

Aldekerk im Treckerfieber

Das 8. Treckertreffen hat weit mehr als 300 Fahrer mit ihren Fahrzeugen auf den Sytings-Hof gelockt. Wettbewerbe und das Vorführen alter Handwerkskunst sorgten für gute Laune. Eingeladen hatten die Aldekerker Treckerfreunde.

Es spritzt und knallt, als Tobias Wohr das heiße Eisen auf den wassernassen Amboss legt und beginnt, es mit dem Hammer zu bearbeiten. Fasziniert schaut der siebenjährige Felix dabei zu, wie das Eisen von glühend Orange-Rot ins Grau-Schwarze seine Farben wechselt. Tobias Wohr war kaum älter, als er für ein Zeitungsfoto am Amboss posieren sollte. Am Wochenende stand der gelernte Dreher nun selber in der Schmiede beim Treckertreffen der Aldekerker Treckerfreunde. Auch die achtjährige Alina schaute begeistert dem Schmied bei der Arbeit auf dem Sytings-Hof in der Obereyller Straße in Kerken zu und wartete geduldig, dass sie ein Herz geschmiedet bekommt.

Gemeinsam mit Bruder Niklas und ihrem Vater Sven Roosen vom Verein "Treckerlümmels" war sie bereits am Freitag von Sonsbeck nach Kerken gereist, mit Wohnwagen und natürlich einem Trecker. "Das ist mein Hobby, und für die Kinder ist das schön", sagt der Familienvater. Er lobte die Gemeinschaft unter den Treckerfahrern. "Die Ersten sind schon am Mittwoch aufgetaucht", sagt Thomas Bruckhaus von den Aldekerker Treckerfreunden. "Am Freitag hat es ab 12 Uhr gar nicht mehr aufgehört."
Die Besuchermarke von über 300 Treckern wurde überschritten, von A bis Z war alles dabei. Die Fahrer kommen vom gesamten Niederrhein und sogar aus der Eifel und dem Sauerland. Samstag und Sonntag gesellte sich viel Publikumsverkehr dazu. Einer der Gäste hatte sein eigenes kleines Museum mitgebracht. Hardi Ceglarek aus Düsseldorf zeigte den Besuchern seine Bauernstube. Die Möbel hat der Tischlermeister alle selber hergestellt und im Inneren fühlte sich der Besucher um Jahrhunderte zurückversetzt. Von der Bauernstube aus ging die Zeitreise direkt weiter. Auf der Wiese standen viele historische Geräte der Landwirtschaft. "Unser neuer Schwerpunkt", sagte Thomas Bruckhaus von den Aldekerker Treckerfreunden. "Denn wenn die Technik nicht mehr vorhanden ist, geht das Wissen um die Technik verloren und das ist nicht mehr zurückzuholen."

Erst in der vergangenen Woche hatten sich die Aldekerker Treckerfreunde einen Dreschkasten aus den 30er, 40er Jahren angeschafft. Zur Freude aller, funktionierte er noch. Nur wenige Meter entfernt stand ein hellblauer Kasten, eine Windfege. Die Kinder hatten viel Spaß daran, mit Schwung und Körpereinsatz das Spreu vom Weizen zu trennen.

Drei Männer vom befreundeten Verein aus Hommersum Kessel hatten sogar Dreschschlegel dabei. Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch Wettbewerbe, zum Beispiel im Hupen, rückwärts Einparken mit Anhänger oder dem Wettglühen von Bulldogs. Wen das Treckerfieber gepackt hatte, der konnte mit viel Glück einen historischen Trecker, einen Deutz D 25, Baujahr 1960 gewinnen.

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